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An alle die mobil bleiben wollen und den Fortschritt der Region wollen

Als in den Achziger Jahren die Nordstrecke aufgegeben werden sollte, haben sich mehrere tausende Bürger für den Erhalt, die Modernisierung und die Elektrifizierung der CFL-Nordstrecke mobilisiert.

Mit der Unterstützung von Gewerkschaften, Umwelt- und Benutzerorganisationen sowie durch die Nordgemeinden Luxemburgs haben sie erreicht dass die Nordstrecke nicht nur so wie sie war erhalten blieb, sondern ganz im Gegenteil, die Strecke wurde daraufhin modernisiert und sogar elektrifiziert. Heute weiss mann dass dies zur Aufwertung der ganzen Region, ja sogar des gesamten Landes beitragen hat. Durch diese Maßnahmen veränderte sich das Verhalten der Nutzer des öffentlichen Transportes. Dies wiederum bewog die CFL die Strecke weiter auszubauen und in modernes Zugmaterial zu investieren. Heute, dreißig Jahre später nutzen täglich mehrere tausend Reisende die Zugverbindungen die diese Strecke bietet. Man stelle sich nur vor dass all diese Menschen durch Bussverbindungen auf unserer jetzt schon in den Hauptzeiten völlig verstopften Nordstrasse befördert werden müssten ! Es ist ja bewiesen dass die demografische Entwicklung im direkten Zusammenhang der Transportwege steht und die Nordregion hat sich seit der modernisierung der Nordstrecke in diesen dreissig Jahren dementsprechend positiv weiterentwickelt und den hier angesiedelten Geschäftsleuten eine gesunde Entwicklung zum Teil erst ermöglicht. Aus diesem Beispiel sollten wir etwas gelernt haben und uns  dem von Lobbyisten gepushten Abbau der Strecke Ettelbrück - Diekirch entgegen stellen.

Denn eines ist ja wohl klar: Es geht den Befürworten des Abbaus nicht um eine Verbesserung der Mobilität in der Region sondern vielmehr um den Rückbau der Strecke welche auf wertvollem Terrain liegt und mit kurzsichtigen aber lukrativen Geschäften lockt.

Warum nicht über eine intelligentere Lösung nachdenken wie sie z.B. in unseren Nachbarländern existieren. Über Lösungen à la Strassbourg oder Montpellier, Angers und viele mehr ? Wie auch die Küstenstraßenbahn entlang der Belgischen Nordseeküste zwischen De Panne und Knokke-Heist, teilen sich hier der Strassenverkehr und die Trambahn die Trasse. Eine Art S-Bahn könnte schon ab Bissen viele Fahrgäste der hier angesiedelten Region z.B.  Arcelor-Mittal in Bissen, Good-Year in Colmar-Berg, Industriezonen in Schieren und Ettelbrück aufnehmen und über Colmar-Berg nach Schieren, Ettelbrück, Ingeldorf nach Diekirch den Strassenverkehr erheblich entlasten. Viele hundert Schüler aus den umliegenden Ortschaften könnten so sicher Tag für Tag zu den Lyzeen in Ettelbrück und Diekirch gebracht werden. Diese bestens ausgestattete CFL-Strecke zwischen Bissen und Ettelbrück könnte so zu neuer Bedeutung kommen. Ab Ettelbrück wäre eine neu gestaltete Streckenführung auf welcher sich der Strassenverkehr und die S-Bahn in einer Parkähnlichen mit Grünflächen und Bänken gesäumten Trasse den Platzbedarf gemeinsam nutzen. In Montpellier entstand auf diese Art sogar ein grüner Streifen, wo keineswegs die Rede von einer Spaltung sein kann wie die der oft zitierten Ortschaft Ingeldorf.

Die von dem Planungsbüro Komobile vorgeschlagene Buslösung, der BHNS (bus à haut niveau de srvice) welche vom Ettelbrücker Gemeinderat, "déi gréng Nordstad" oder vom CSV-Verband der Stadt Diekirch befürwortet werden, hat den enormen Nachteil dass die Busse genauso wie die Autos mit Staus zu den Hauptverkehrszeiten zu kämpfen haben werden. Jeder der dies anzweifelt sollte mal versuchen mit dem Bus ab der Gare centrale de Luxembourg zum Plateau de Kirchberg zu fahren. Die Busse stehen zeitweise Bus an Bus auf den speziell hierfür angelegten Busspuren im hausgemachten Stau. So werden auch hier die Busse spätestens an den Nadelöhren bei der Abfahrt bzw. Ankunft in Diekirch bzw. Ettelbrück die Kapazität der Strasseninfrastruktur überfordern und gemeinsam mit dem "normalen" Verkehrsaufkommen zum Stillstand kommen. Vom der ökologischen und ökonomischen Negativbilanz ganz zu schweigen.

Verkehrswissentschaftliche Studien bestätigen den Schienentransport als sicherer, komfortabler und günstiger als jede andre Transportart.

Signed,

John Bruch

This petition closed 5 months ago

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Um sowohl unseren noch amtierenden Minister für Nachaltigkeit und Infrastruktur Wiseler sowie dessen baldigen Nachfolger davon abzubringen den Lobbyisten, aus welchen Gründen auch immer, in die...

Um sowohl unseren noch amtierenden Minister für Nachaltigkeit und Infrastruktur Wiseler sowie dessen baldigen Nachfolger davon abzubringen den Lobbyisten, aus welchen Gründen auch immer, in die Hände zu spielen wäre es eine gute Gelegenheit noch vor der Neubildung des Parlamentes möglichst viele Unterstützer gegen diesen Rückbau der Strecke Ettelbrück - Diekirch zu sammeln bevor wieder ein nicht mehr gut zu machender Schaden entstehen wird.

Die Studien welche beweisen dass die Strecke so wie sie jetzt besteht keine Zukunft habe bezieht oben erwähnte Überlegungen nicht mit ein sondern beschränkt sich auf fantasielose und halbherzig ausgewählte Projekte. Dies ist nicht verwunderlich denn das gewünschte Resultat dieser Studien steht ja wahrscheinlich von Anfang an fest: Die Strecke muss weg denn nur so werden wertvolle Bauflächen frei.

Liebe Bürger, bitte lasst euch nicht verschaukeln, denn es geht um eure Mobilität. Um eure Zukunft und die eurer Kinder. Wir müssen uns gemeinsam gegen eine Fehlentscheidung wehren.

Die Notwendigkeit einer Revitalisierung der Anbindung Diekirchs an Ettelbrück steht ausser Zweifel und die Anbindung Bissens an dieses Projekt wäre in der Tat ein weiterer Mehrwert für den öffentlichen Personenverkehr der Nordstad. Wie bei der Protest- und Solidaritätskundgebung in Ettelbrück unschwer zu Erkennen war haben die umliegenden Gemeinden die Zeichen der Zeit erkannt und ihr Unverständnis gegenüber dem Abbau der Bahnstrecke mit ihrer Teilnahme bestätigt.

Deshalb bitte ich alle nicht nur im Interesse der kommenden Generationen die Vereinigungen zu unterstützen die sich gegen die androhende Fehlentscheidung wehren.

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